Tinnitus Therapie Leipzig - spezielle manuelle Therapie

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Kopf- und Halswirbelsäulenbehandlung
 
Behandlung Halswirbelsäule
manuelle Therapie Wirbelsäule
 





                                          Über das Symptom Tinnitus

Tinnitus ist keine Krankheit, sondern eine Gruppe von recht unterschiedlichen Erkrankungen  mit unterschiedlicher Pathophysiologie, hat verschiedene Ursachen und damit unterschiedliche Behandlungen. Aus Tinnitusforschung (Tinnitus Research Initiative), 2010-2011

Seit Jahrzehnten sind die Mechanismen, die dem zugrunde  liegen, unbekannt. Es wurde angenommen, dass Tinnitus im Innenohr erzeugt wird. Jedoch kann kein  "Tinnitus-Generator" im Innenohr lokalisiert werden. In verzweifelten Fällen wurde der Hörnerv bei Tinnitus-Patienten durchtrennt, was jedoch nicht zu einer Verringerung des Tinnitus führte, was zu erwarten wäre, wenn der Tinnitus im Innenohr erzeugt würde. Im Gegenteil - es  erhöhte den Tinnitus.Tiermodelle  und die ersten bildgebenden Untersuchungen von Tinnitus-Patienten in den neunziger Jahren zeigten Veränderungen im zentralen Nervensystem.Diese Erkenntnisse  initiieren eine neue Richtung der Tinnitusforschung in dem Sinne, dass die Forschung nicht auf das Ohr beschränkt wurde, sondern auch auf das Gehirn.  Im Gehirn werden Hörinformationen nicht nur lediglich weitergeleitet,  vielmehr werden  sie mit zahlreichen Systemen wie körperlichen Reaktionen und Gefühlen verknüpft, aber auch gefiltert. Diese Filterfunktion des Gehirns kann bei Tinnitus gestört sein, sodass einem Tinnitusbetroffenen erheblich mehr Geräusche bewusst  sind als einem Gesunden. Auch eine Geräuschüberempfindlichkeit kann auf einer Störung dieser Filterfunktion des Gehirns beruhen. Die Forschung kommt auch deshalb nur in kleinen Schritten voran, weil die Ursachen für "Tinnitus aurium" zahlreich  sein können. Kreislaufprobleme, ein Hörsturz, Stress, Medikamente, Probleme mit der Wirbelsäule oder ein einziger lauter Knall können das lästige Geklingel  auslösen.
Das Einzige, was wirklich für Spezialisten   jetzt bekannt ist betreffs Tinnitus, ist sein Entstehungsort – nämlich das Gehirn. Gründe, die Tinnitus hervorrufen, Bedingungen, unter denen er entsteht, Mechanismen der Entstehung und seine Entwicklung – alles das liegt noch im  hypothetischen Bereich.
Durch Diagnostik ist mehr oder weniger genau zu bestimmen ( HNO, Neurophysiologe, Orthopäde, Manueller Therapeut, Psychotherapeut ) welche Region in unserem Körper betroffen ist, in der Funktionsstörungen beobachtet  werden, und dann auch die Arbeit des Gehirns beeinflussen kann.
Es existieren ( auf der Grundlage heutigen Wissens ) 4 Regionen des Körpers in denen sich  der Tinnitus „aktiv bemerkbar „ macht:
Hörzentrum im Gehirn

Ohr

Rücken

Kiefer
Quellen des Tinnitus können nur durch eingehende Untersuchungen durch Fachleute, die sich auf Tinnitusbehandlung spezialisiert  haben, bestimmt werden.
Ergänzend muss noch unterstrichen werden, dass bis zum heutigen Tag kein Medikament existiert, welches eine wirklich  effektive Wirkung bringt.
Bei Patienten  liegt häufig ein Halswirbelsäulen-Syndrom vor. Die Bezeichung " somatosensorischer" Tinnitus  ist ein Tinnitus, der  sich von den Strukturen und  Funktionen des Kiefergelenkes, der oberen Halswirbelsäule und den begleitenden muskulären Strukturen ursächlich herleiten lässt.
Fast alle Patienten, welche wegen Tinnitus von mir  behandelt wurden, litten an  einer Dysfunktion im HWS –Schulter –Nacken –Bereich. Das betrifft eine bestimmte soziale Gruppe von Patienten, welche über viele Arbeitsjahre körperlicher Überlastung  ( z.B. Orchestermusiker, Lehrer, Büroarbeiter) oder bestimmten andauernd statischen Haltungen ( Arbeit am Computer ) ausgesetzt waren.
Diese Patienten haben neben ihrem Tinnitus, Schmerzen im Nacken-Schulter-Arm-Bereich,  Kopfschmerzen, auch Kreuzschmerzen.
Für die Entstehung eines  HWS –bedingten Tinnitus oder auch einer Hörstörung sind die nervalen Verbindungen zwischen den Muskeln entlang der oberen Halswirbelsäule und dem  „Hörzentrum" in unserem Gehirn verantwortlich.
Die Tatsache, dass Tinnitus viele Aspekte  hat, bedeutet auch, dass den verschiedenen Formen unterschiedliche Mechanismen zugrunde liegen und unterschiedliche Behandlungen  erfordern. Es können also „Funktionskreise" beschrieben werden, deren  Störung bei konkreten Krankheitsbildern zu erwarten sind :

Angeborene oder frühe  Schwachstellen
 Muskelverspannung
Wirbelgelenkblockaden
Gelenksubluxation
Fehlbelastungen
Stress   
Tinnitus



Einige allgemeine Bemerkungen
Meine langjährige Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit dem Symptom Tinnitus erlaubt mir,  die Realität wichtiger Besonderheiten bei  der Therapie zu unterstreichen:
Chronischer Tinnitus ( mehr als 3 Monate, sogar über viele Jahre ) erfordert  eine häufige und regelmäßige Behandlung.   2-3-4 oder eine andere geringe Anzahl von Therapiesitzungen bringen keinen erwarteten Erfolg.
Nach dem heutigen Stand der Erforschung gibt es keine universelle, schnell wirksame Therapie.










Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü